Freitag, 20. Februar 2015

A la carte

❞Verwürzt nochmal!❝


Schon wieder so’n alter Hut? Ja, so wie es aussieht, komme ich noch wochenlang nicht mehr zum (Brett)spielen, also muss das Archiv dran glauben. Immerhin kann man A la carte immer noch im gut sortierten Einzelhandel erwerben, immerhin war es 2010 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres und immerhin ist es ein wirklich sehr gutes Familienspiel. Und das beste: obwohl es ums Kochen geht, blickt einem von der Schachtel weder Lafer noch Lichter noch Melzer entgegen.

Noch eine weitere Anmerkung in eigener Sache: Dass ich am Entstehungsprozess der Neuauflage beteiligt war*, soll niemanden dazu verleiten, dies hier für Reklame zu halten. Ich habe inzwischen auf die eine oder andere Weise an dicke über 100 Spielprojekten mitgearbeitet - und nicht alle fand ich gut oder sehr gut. Wenn ich mit einem Projekt verknüpft war, über das ich nichts Gutes schreiben könnte (oder nichts Sinnvolles, denn nicht jedes an und für sich gute Spiel spiele ich auch mit Begeisterung), dann schweige ich in diesem Blog einfach. Jedenfalls meistens. Meine Begeisterung für A la carte ist ehrlich.  

Mittwoch, 11. Februar 2015

Team Work

❞Warum liegt … Stroh!❝

Ein gutes Partyspiel kennt feste Regeln, hat einen klaren Ablauf und eine klare Punktevergabe oder Siegbedingung, und es zeichnet sich dadurch aus, dass diese Dinge nach ein paar Runden keinen mehr wirklich interessieren. Der Spaß in vorzugsweiser großer Grunde ist so ungeheuer, dass Punktezählen fast völlig in den Hintergrund gerät. Jedenfalls ist das meine feste Überzeugung. Team Work, dem eine ebenso banale wie geniale Spielidee zugrunde liegt, gehört zu diesen Spielen. Außerdem muss ich mal eine Lanze für Dolly Buster brechen. Hm, das klingt jetzt irgendwie falsch … 

Mittwoch, 4. Februar 2015

Der unendliche Fluss

❞ Stoooop!❝

Drei Magier sind’s, die in ihren kleinen Booten über einen unendlichen Fluss schippern, und das liegt ja auch nahe, heißt der Verlag doch ebenfalls Drei Magier. Dumm nur, dass das Spiel für 2 bis 4 Personen ausgelegt ist, in Vollbesetzung steuert also ein Spieler keine Figur.
Was wie ein schlapper Scherz klingt, führt bei einigen Mitspielern tatsächlich zu erster Verwirrung: Wo ist denn „mein“ Boot? Dass bei dieser Spielidee keinem Spieler ein Boot gehört und dass jeder Spieler, der an der Reihe ist, immer (zwangsläufig) alle Boote bewegt, muss erst mal in den Köpfen ankommen. Na, immerhin ist ein Würfel dabei, der ja von Wenigspielern auch immer sofort in jedem Spielkarton vermutet wird.