Montag, 25. August 2014

Kosakenschubsen

ёлки-па́лки!


Jenseits des eisernen Vorhangs war man ziemlich findig. Eine Kalaschnikow – sollte sie denn wirklich einmal kaputtgehen – wurde kurzerhand mit Kaugummi oder Büroklammern repariert und ein Damebrett wurde mit folgender Spielregel zum Geschicklichkeitsspiel umfunktioniert: Leg je 8 deiner Steine an gegenüberliegende Kanten des Spielbretts und schnippe diese Steine so geschickt, dass nur gegnerische Steine dabei vom Brett fliegen, aber nicht deine eigenen. Es gewinnt, wessen Steine übrig bleiben.

Der Schreiner Dieter Zander hat sich dieser banalen (und guten) Spielidee angenommen, und sie an zwei Stellen entscheidend verbessert:

Montag, 18. August 2014

Finger weg!

❞Häää?❝


Nein, diese Karte kommt im tatsächlichen Spiel NICHT vor.
Ich bin der aktive Spieler und sage: „Finger weg … von dem Spiel, das keine Fragen stellt.“

Dann sage ich: „Trivial Pursuit, Cranium, Privacy, Bezzerwizzer, Finger weg!, Collector, A La Carte, Buzz it.“

Die Spieler denken nun: „Aha, wir sollen die 7 Spiele finden, in denen Quizfragen vorkommen und das Spiel vermeiden, in dem KEINE Quizfragen vorkommen!“

Jedenfalls denken sie das theoretisch.

In der Realität denken die meisten nämlich: „Häää?“

Das legt sich erst bei der dritten oder vierten Fragekarte, die vorgelesen wird. Dann fluppt es normalerweise gut (wenn man zusätzlich mit meiner Lösung das technische Manko des Spiels behebt, wie ich das nach dem „Weiterlesen“ zeigen werde).

Montag, 11. August 2014

Laborigines

❞Das dichteste Spiel der Welt.❝


Dieser Text wurde von mir in inhaltlich ein wenig anderer Form bereits 2007 auf der Website der SPIELBOX veröffentlicht. 

Man öffnet die erstaunlich kleine und ebenso erstaunlich schwere Schachtel und ist erst mal erfreut, dass man keine Pappteile ausstanzen muss. Obwohl: eigentlich ist das doch ein Großteil des Spaßes, ein neues Spiel zu bekommen – eben jenes "Auspöppeln". Blöd nur, wenn man danach die übrigen Papprippen entsorgen muss und das eben noch so schön kompakt in der Spielschachtel liegende Material trotz geschlossenem Deckel wie wild umherpurzelt. Aber ich schweife total ab:

Montag, 4. August 2014

Dr. Shark


❞Ich nehm’ die Faust!❝


Irgendwann in den 60er- oder 70er-Jahren: Im Swimmingpool von Dr. Shark schwimmen Haie und Massen von in kleine Puzzleteile zerlegten Beweisstücken (Lagepläne, Geheimagentenausrüstung, Waffen, Geld, Verkleidungen). Als Agent eines Geheimdienstes ist es deine Aufgabe, in diesen Pool zu tauchen. Da die Abteilung Q vergessen hat, dir eine handliche Tauchausrüstung mitzugeben, kannst du die Luft nur etwa 30 Sekunden anhalten. Außerdem scheint der Pool, kein Wunder bei dem Inhalt, schon lange nicht mehr ordentlich gereinigt worden zu sein. Die Brühe ist derart trüb, dass du im Wesentlichen blind ertasten musst, was du zutage förderst.

Da die Einzelteile zum einen als unterschiedlich geformte Puzzleteile ausgeführt sind und zum anderen erfühlbar unterschiedliche Rückseiten besitzen, tappt man nicht völlig im Dunklen. Wer nach einer vorgeschriebenen Anzahl an Runden - je nach Spielerzahl auch im Team – die punkteträchtigsten Beweisstücke sammeln konnte, gewinnt.
Schade, dass Dr. Shark im Pool anderer Neuerscheinungen des Jahres 2011 so untergegangen ist.