Montag, 26. Mai 2014

Bananagrams

❞Nehmen!❝


Ich glaube, ich habe das letzte Mal vor fast 25 Jahren Scrabble gespielt. Eine Partie mit Schwester und Eltern, die sehr lange dauerte und bei der irrwitzige Punktzahlen zusammenkamen. Dementsprechend lange hatte das Spiel auch gedauert und war in seiner alles entscheidenden Endphase, als unser frei im Wohnzimmer herumfliegender Wellensittich ebenfalls mittun wollte und exakt im Zentrum des (Standard)Scrabblebretts landete und laut kundtat, man solle sich doch auch einmal um ihn kümmern.

Der Luftzug bei der Landung hatte natürlich alle Buchstabensteine derart weggeblasen, dass an eine Rekonstruktion des Spielzustands nicht mehr zu denken war. Vor vier menschlichen inneren Augen saß da nicht ein aufgeweckter, fröhlicher blauer Geselle, sondern ein winziger, dampfender Geflügelbraten.

Zugegeben, mit Bananagrams hätte das auch passieren können, aber es die Partie wäre nicht notwendigerweise ruiniert gewesen.

Montag, 19. Mai 2014

Spielschachteltipps Teil 1

Gut verschlossen

Passt alles perfekt, bis man es auspackt …
Es tut mir in der Seele weh, bei Spielen irgendwelchen Krempel wegzuwerfen. Immerhin habe ich dafür bezahlt und immerhin ist in das Zeug ein nicht unerheblicher gestalterischer Wille eingeflossen. Die Ausnahme ist Risiko Evolution, da gehört das Wegwerfen zum Spiel.

Spiele mit Kartonteilen sind selten „ab Werk“ spielbar. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Mage Knight, bei dem das Ausstanzen der Teile bereits für den Käufer erledigt ist. Ich finde das ja ein bisschen blöd, denn das Ausstanzen – in Spielerneudeutsch nicht so ganz zutreffend Auspöppeln genannt – gehört irgendwie dazu.

Yvio – Freibeuter der Karibik

❞Hh...blue Pearl!❝


Einmal ein Freibeuter in der Karibik sein. Hurra. Denkste. Man beginnt als ehrbarer Handelsschiff-Kapitän, der so aufregende Sachen wie Getreide und Holzlatten lädt und von einem Hafen zum anderen schippert. Dafür gibts Geld und man kann im Zielhafen neue Waren laden – Tabak oder Rum, wenn Holz und Getreide zu langweilig geworden sind. In manchen Häfen bieten einem die dortigen Händler an, den eigenen Seelenverkäufer mit mehr Segeln, mehr Kanonen, mehr Laderaum oder mehr Mannschaft allmählich zur unbesiegbaren und megaschnellen Kampfmaschine aufzurüsten. Dummerweise wissen die Kerle immer ziemlich genau, über wie viel Barschaft man gerade verfügt, und so ziehen sie einen ordentlich ab. Erst, wenn längere Zeit ein Hafen nicht mehr angesteuert wurde, werden die Händler nervös und bieten ihre Ausrüstung auch schon mal günstiger an und für die angelieferte Ware gibt’s dann auch mehr Geld.

Außerdem kommen Nebenaufgaben wie „dir wird für 100 Dukaten eine angeblich echte Schatzkarte angeboten, kaufst du sie?“ ins Spiel und die titelgebenden Freibeuter beginnen, Häfen zu belagern, … und jetzt wird das Spiel auf einmal hochinteressant …

Montag, 12. Mai 2014

Yvio: Die Technik


Brettspiele, die man nur mit einer teuren, eigens für die Spiele entwickelten Konsole spielen kann? Die an die 80 Euro kostet und an sich keinen Spielwert hat? Wo jedes Spiel erneut 30 bis 40 Euro kostet? Das kann doch nur floppen …
Ach, wenn doch jemand eine Konsole rausbringen würde, die sich um die fummelige Buchhaltung solcher Spiele wie Arkham Horror kümmern könnte - da würde ich sofort zuschlagen …

Auf einmal geht mir ein Licht auf. Ich werde eine solche Wunsch-Konsole nie bekommen, wenn ich Elektronik im Brettspiel links liegen lasse. Also hole ich tief Luft, greife noch tiefer in die Tasche und lege mir die Konsole sowie ein paar Spiele zu und mache kräftig Werbung für das System im Bekanntenkreis. Ich habe es nicht bereut, denn was ich an Spielstunden aus dem ganzen Yvio-Kram herausgeholt habe, steht in einem extrem guten Verhältnis zum Preis.   


Und was soll ich sagen? Yvio ist höllisch gefloppt, weitere Konsolen werden wohl nie kommen. Mein Einsatz war umsonst.