Dienstag, 31. Dezember 2013

Sleuth

❞Wie viele Blaue hast du?❝


1973 oder so. Kaufhof (oder war’s Karstadt?) verramschte die 3M-Spieleserie, mit der kurz zuvor mit großem Werbeaufwand versucht wurde, hochwertige Spiele in Buchkassetten an den (erwachsenen) Mann zu bringen. Natürlich auch die Frau. Es waren so irrsinnig tolle Sachen wie das abstrakte Twixt und das etwas thematischere Acquire dabei. Diese großen Spiele kosteten ursprünglich um die 40 DM, eine unglaublich heftige Summe. Die kleinere Serie lag bei der Hälfte. Da ich kaum eine Ahnung hatte, ob die Spiele diesen Preis wert waren (meine einzige und magere Informationsquelle damals war der dicke VEDES-Katalog), und mein Taschengeld solche Ausgaben eher nicht zuließ, bleib es beim von-Ferne-anhimmeln.

Damals also plötzlich die Ausverkaufsaktion. Die großen Spiele für 10 Mark. Herzklopfen. Zu feige, die Eltern nach einem Vorschuss zu fragen. 5 Mark hatte ich zusammen, Dafür gab es die kleinen Spiele. Welches nehmen? Keins war geöffnet, alle hatten diesen angenehmen 3M-Scotchtape-Geruch, den ich durch den großen Obelix-Hampelmann lieb gewonnen hatte. Meine Wahl fiel auf Sleuth. Ich hatte zwar keine Ahnung, was das bedeutete (nämlich soviel wie der eigentlich unübersetzbare Sammelbegriff für Miss Marple, Hercule Poirot, Scooby Doo, Veronica Mars und Sherlock Holmes – so in etwa detektivischer Spürhund), aber der Schachteltext gab den Ausschlag: Logik und Deduktion? Das muss es sein!